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Gerade wenn zum Beispiel die Fähigkeit zu emotionalen Kontakten verloren geht oder aufgrund einer schweren Antriebsstörung der Schluckreflex nachlässt, müssen differenzierte pflegerische Maßnahmen ergriffen werden.
Mit fortschreitender Demenzerkrankung verflacht die Gefühlswelt und verändert sich zu einer sich steigernden Interesselosigkeit bis hin zur Unfähigkeit mit dem Umfeld zu kommunizieren.
Dennoch bleibt die innere Gefühlswelt erhalten, und gerade wenn man versucht, sich als Betreuender darauf einzulassen, kann eine empathische Kommunikationsebene entstehen.
Der Umgang mit an Demenz Erkrankten sollte an deren verändertes Erleben angepasst sein. Aus diesem Grund haben wir in unseren Seniorenhäusern das Konzept OASE“ entwickelt.
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Zunächst stellt sich für den Laien die Frage: Was ist Demenz? Oftmals wird im allgemeinen Sprachgebrauch der Begriff Alzheimer schlicht mit Vergesslichkeit übersetzt.
Im Medizinischen unterscheidet man heute sechs verschiedene Stadien der Demenz, wobei die Alzheimer Demenz die häufigste Erscheinungsform ist.
Für an Demenz Erkrankte geht durch Erinnerungsstörungen der mentale Zugriff auf Erfahrungen und Erlebnisse immer mehr verloren, und mit diesem Verlust wird die umgebende Welt zunehmend merkwürdig und unverständlich für den Erkrankten. Dies führt häufig zu Unruhe und Depression, wenn er noch in der Lage ist zu realisieren, dass er in Situationen unangemessen reagiert.
Bei fortschreitender Krankheit verschwimmt die Grenze zwischen Traum und Realität, oftmals kommt es zu Halluzinationen, die von den Betroffenen als durchaus real erlebt werden. In diesen Fällen ist es hilfreich, wenn die Betreuenden diese Halluzinationen aufgreifen und darauf eingehen.
Menschen, die an Demenz erkrankt sind, geht das Wissen um Zusammenhänge verloren. Sie fühlen sich oft missverstanden, bevormundet oder herumkommandiert und reagieren mit einer indifferenten Aggressivität.
Da bei diesem Krankheitsbild der Erkrankte viel Zeit für alle Handlungen und Reaktionen braucht, gilt es Geduld zu haben, was besonders im Spätstadium eine besondere Herausforderung darstellt.