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Die Gruppe der an Demenz Erkrankten, desorientierten Menschen benötigt eine eigene Form der Betreuung.
Dies war 1994 eine der wichtigsten Feststellungen und Ausgangsbasis zur Entwicklung unseres Konzeptes OASE“. Nachdem wir bis zu diesem Zeitpunkt den Schwerpunkt auf die integrative Betreuung von Demenzkranken gelegt hatten, mussten wir feststellen, dass die Gruppe der orientierten Hausgäste teilweise mit Unverständnis oder auch Ablehnung auf gemeinsame Gruppenangebote reagierte. Ferner stellten wir fest, dass auch innerhalb dieser Gruppe der an Demenz Erkrankten Stadium und Ausprägung der Krankheit sehr unterschiedlich waren, was in die Erkenntnis mündete, dass wir den individuellen Bedürfnissen nur durch mehrere kleine Betreuungseinheiten gerecht werden können.
Im Jahr 1996, zunächst in Salmtal und dann in Konz, haben wir eigens Räume geschaffen, die wir als Nester“ bezeichnen. In diesem beschützten Umfeld können die Senioren, nach ihren persönlichen Ressourcen betreut, ihren Tag verbringen. Es gibt Sofas und Sessel zur Entspannung, Freiflächen für gesteigerten Bewegungsdrang, Terrassen und Garten, um die Natur zu erleben, und Gruppenräume für das Aktivierungsprogramm.
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Die Aktivierung richtet sich nach den Bedürfnissen der Senioren. Wo Worte nicht mehr ankommen, werden andere Sinne durch Fühlmaterialien und Klänge angesprochen. Gymnastik und Gedächtnistraining erhalten Körper und Geist. Erinnerungen werden durch Erzählungen, Bilder, Kaffeemahlen, Kartoffelschälen und Gemeinschaftsaktivitäten aus vergangener Zeit geweckt. Durch das positive Erleben der eigenen Person als Teil einer Gruppe verhindern wir Vereinsamung und sorgen für einen abwechslungsreichen Tagesverlauf.
Die Biographie ist der Schlüssel zum Menschen. Mit ihrer Hilfe können wir uns ein umfassendes Bild über ihn verschaffen und individuelle Eigenarten und Verhaltensweisen bei der Betreuung berücksichtigen. Auch bei der Pflegeplanung werden diese speziellen Kenntnisse zugrunde gelegt. Mit viel Geduld und Empathie bauen die Pflegemitarbeiter eine Beziehung zu dem Hausgast auf, sind Ansprechpartner und Bezugsperson.
Wir stimmen die Bedürfnisse unserer Hausgäste mit der Begleitung ihrer Angehörigen ab und arbeiten eng mit Beratungsstellen und Fachärzten zusammen. Wir möchten Berührungsängste im Umgang mit an Demenz erkrankten Senioren abbauen und für alle Beteiligten einen bestmöglichen Lebens- und Erlebnisraum bieten.
Unser Betreuungskonzept nennen wir
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